Das Echolot ist ein in der Schifffahrt verwendetes Gerät zur elektroakustischen Messung von Wassertiefen (Lotung). Gemessen wird die Zeit, die zwischen der Aussendung eines Schallimpulses (Wasserschall) und der Ankunft der vom Gewässerboden reflektierten Schallwellen verstreicht. Man unterscheidet zweckmäßig zwischen Echoloten für die sichere Navigation, solchen für Vermessungszwecke zur Erstellung von Seekarten und Bestimmung des Bedarfs an Baggering insbesondere von Wasserwegen und Forschungsecholoten. Eine sehr ähnliche Funktion haben aktive Sonargeräte. Diese werden aber nicht zur senkrechten Bestimmung des Wassertiefe, sondern für die überwiegend horizontale Unterwasserortung vor allem für militärische Zwecke eingesetzt.

Für ein Echolot benötigt man eine impulsartige Schallquelle, den reflektierenden Boden, einen Schallempfänger, eine Einrichtung zur Zeitmessung zwischen dem Sendezeitpunkt des Impulses und Empfang des Echosignals sowie eine Umrechnungsmethode für die Laufzeit in die Entfernung zwischen Sende-/Empfamgseinrichtung und dem Boden.

Heute verwendet man vorwiegend kurze sinusförmige, elektronisch erzeugte Signale, die mit einem Schallwandler (engl.: Transducer) in ein akustisches Signal gewandelt werden. Als Wandler werden üblicherweise Zylinder aus piezoelektrischem Blei-Zirkonat-Titanat (PZT) verwendet, deren Zylinderhöhe die Resonanzfrequenz und Durchmesser die Richtungsauflösung bestimmt. Meist wird mit dem gleichen Schallwandler auch das akustische Empfangssignal in ein elektrisches Signal gewandelt. Die Empfangssignale werden meist mit einem Schreiber in vertikalen Linien moduliert mit der Intensität des Empfangssignales dargestellt. Dadurch erhält man in der Abfolge dieser Linien ein Profillinie des Meeresbodens. Früher verwendetes man dazu ein Wachs-Kohlepapier, bei dem die helle Wachsschicht je nach Intensität des Stromes weggebrannt wurde. Dieser Echogrammschreiber ist heute meist durch ein elektronisches Display ersetzt, das die gleiche Funktion erfüllt.

Nicht nur der Meeresboden verursacht Echos, sondern auch Fische, Wasserpflanzen und andere Objekte. Besonderes wirksame Reflektoren sind Luftblasen. In der Tat werden als Fischechos die Echos der Schwimmblasen beobachtet, weil der übrige Fisch eine sehr ähnliche akustische Impedanz wie das Wasser hat und den Schall wenig reflektiert. Diese Echos liefern wertvolle Informationen für Angler und Fischer, die man beim Fischfinder ausnutzt

Je nachdem, ob es sich um ein Navigationslot, ein Vermessungslot oder ein Echolot für die Meeresforschung handelt, unterscheidet sich die Ausgestaltung der Elemente eines Echolotes erheblich, so dass sie getrennt diskutiert werden.